Traditionelle Chinesische Medizin
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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist ein ganzheitliches Heilverfahren, das seit über 2.000 Jahren angewendet wird. Sie betrachtet den Menschen in seiner Gesamtheit – Körper, Geist und Seele – und zielt darauf ab, das natürliche Gleichgewicht von Yin und Yang sowie den freien Fluss der Lebensenergie (Qi) zu fördern. .
Die Akupunktur ist eines der ältesten Heilverfahren der TCM. Durch feinste Nadelstiche an bestimmten Punkten entlang der Meridiane wird die Lebensenergie (Qi) wieder ins Gleichgewicht gebracht. Blockaden werden gelöst und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert.
In der chinesischen Heilkunde wird die Akupunktur meist nicht isoliert angewendet, sondern immer in Kombination mit einer guten Lebensführung. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und gegebenenfalls die Anwendung von pflanzlichen Heilmitteln.
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Körperakupunktur
Bei der Körperakupunktur werden gezielt Punkte auf bestimmten Meridianen ausgewählt, um die jeweiligen Beschwerden zu lindern. Diese Akupunkturpunkte liegen im Muskelgewebe, weshalb die Nadeln etwas tiefer gesetzt werden müssen, um ihre volle Wirkung zu entfalten.
Während der Behandlung liegt der Patient entspannt auf einer Behandlungsliege. Die Nadeln verbleiben etwa 20 Minuten im Körper, bevor sie wieder entfernt werden. Der Einstich kann kurzzeitig unangenehm oder leicht schmerzhaft sein, das Verbleiben der Nadeln ist jedoch meist kaum spürbar. Da die Akupunktur hautverdrängend wirkt, kommt es in der Regel nicht zu Blutungen. In Einzelfällen kann jedoch ein kleines Blutgefäß getroffen werden, was zu einer leichten Blutung beim Entfernen der Nadel führen kann. Auch eine leichte Rötung an der Einstichstelle ist möglich – eine normale Reaktion des Körpers auf den gesetzten Reiz.
Je nach Beschwerdebild kann die Behandlung alle drei Tage wiederholt werden, bis sich eine deutliche Besserung zeigt. Danach kann der Abstand zwischen den Sitzungen auf eine Woche ausgedehnt werden.
Auch während der Schwangerschaft ist Akupunktur eine sanfte und unterstützende Methode – zum Beispiel bei Übelkeit, einmal pro Woche. Zur Geburtsvorbereitung empfiehlt sich ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche eine Behandlung im Abstand von drei Tagen.


Ohrakupunktur
kleine Punkte mit großer Wirkung
Wussten Sie, dass sich der ganze Körper im Ohr widerspiegelt?
Genau das macht sich die Ohrakupunktur zunutze. Mit einem feinen Punktsuchgerät werden gezielt die Stellen an der Ohrmuschel gesucht, die mit dem aktuellen Beschwerden in Verbindung stehen. Ob Tennisarm, Heuschnupfen, Menstruationsbeschwerden oder sogar neurologische Themen wie eine Fazialisparese – viele Beschwerden lassen sich über das Ohr sanft behandeln.
Besonders praktisch sind dabei die sogenannten Dauernadeln: winzige Nadeln, die in kleine Pflaster eingebettet sind. Diese werden an den passenden Punkt am Ohr geklebt und bleiben meist 3–5 Tage dort haften – ganz unauffällig und ohne Sie im Alltag zu stören. So wird der Reiz ganz sanft, aber dauerhaft gesetzt.
Eine effektive, gut verträgliche Methode – und oft erstaunlich wirksam.
Laserakupunktur
sanfte Impulse ohne Nadeln
Die Laserakupunktur ist eine schmerzfreie und nadelfreie Alternative zur klassischen Akupunktur – ideal für Menschen mit Nadelangst oder für Kinder. Ähnlich wie bei der traditionellen Methode werden auch hier zunächst die passenden Akupunkturpunkte bestimmt. Statt Nadeln kommt jedoch ein medizinischer Softlaser zum Einsatz.Ich arbeite mit dem Biolas Mini Softlaser, einem Gerät mit einer speziell abgestimmten Wellenlänge (ca. 650 nm) und einer sanften Laserleistung von 5 mW. Diese Kombination ermöglicht eine effektive und zugleich schonende Stimulation der Haut und des darunterliegenden Gewebes – ganz ohne Schmerzen oder Nebenwirkungen. Die gesunde Haut bleibt dabei unversehrt, es entstehen keine Verbrennungen oder Hautirritationen.Laserakupunktur kann nicht nur bei klassischen Akupunkturthemen eingesetzt werden, sondern auch gezielt bei lokalen Beschwerden helfen – zum Beispiel bei Aphten im Mund, Herpesbläschen, kleinen Hautverletzungen oder auch bei Sportverletzungen wie Zerrungen.

Schröpfen
Bewährte Methode für mehr Wohlbefinden


Schröpfen
Bewährte Methode für mehr Wohlbefinden
Schröpfen – bewährte Methode für mehr Wohlbefinden
Das Schröpfen ist ein altes Naturheilverfahren, das schon seit Jahrtausenden in vielen Kulturen angewendet wird Es gehört zu den sogenannten Ausleitungsverfahren und unterstützt den Körper dabei, ins Gleichgewicht zu kommen und sich von inneren Belastungen zu befreien.
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In meiner Praxis verwende ich die sanfte Form des Schröpfens, das sogenannte trockene Schröpfen. Dabei werden spezielle Schröpfgläser auf bestimmte Körperstellen gesetzt. Durch ein Vakuum entsteht ein leichter Unterdruck, der die Haut anzieht und das Glas dort hält. Diese Saugwirkung regt die Durchblutung an und stimuliert Reflexzonen, die mit inneren Organen verbunden sind – so kann sich die Wirkung auch positiv auf tiefer liegende Körperbereiche ausweiten.
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Die Gläser bleiben etwa 10 bis 15 Minuten auf der Haut. Die Methode ist völlig natürlich, gut verträglich und kann bei verschiedenen Beschwerden unterstützen – zum Beispiel bei Rückenschmerzen, Verdauungsproblemen oder Atemwegserkrankungen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird Schröpfen besonders dann eingesetzt, wenn dem Körper Energie fehlt und er einen sanften Impuls zur Stärkung braucht.
Lebensführung:Ernährung
& Bewegung
Die Basis jeder Therapie
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist eine erfolgreiche Behandlung mehr als nur Akupunktur oder Kräutertherapie. Erst wenn auch die Grundlagen im Alltag stimmen, kann sich das volle Potenzial der Therapie entfalten. Dazu zählen vor allem eine typgerechte Ernährung und eine ausgeglichene Lebensführung.​Es ist mir ein persönliches Anliegen, meine Patientinnen und Patienten für diese Zusammenhänge zu sensibilisieren:Wann ist die beste Zeit zum Essen? Warum sind Eiweiß und Gemüse so wichtig – und was sollte besser vom Speiseplan gestrichen werden? Kleine Veränderungen im Alltag können große Wirkung zeigen.Auch die Lebensführung spielt eine entscheidende Rolle: Wie sehen die Arbeitszeiten aus? Wie ist der Arbeitsplatz gestaltet? Wie viel Raum bleibt für Bewegung, frische Luft, Erholung und soziale Kontakte? Diese Aspekte sind wichtige Bausteine für langfristige Gesundheit und Wohlbefinden – und sie fließen in meine ganzheitliche Begleitung selbstverständlich mit ein.


Die Organuhr
Im Rhytmus mit dem Körper leben
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird der Mensch als Teil der Natur gesehen – und genau wie die Natur folgt auch unser Körper einem inneren Rhythmus. Die sogenannte Organuhr zeigt, zu welchen Tageszeiten unsere Organe besonders aktiv sind. Sie kann uns helfen, unser tägliches Leben besser auf die natürlichen Bedürfnisse unseres Körpers abzustimmen.Die Organuhr teilt den Tag in 12 Abschnitte zu je zwei Stunden ein. In jeder dieser Phasen ist ein bestimmtes Organ besonders durchblutet und leistungsfähig.
Zum Beispiel:
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Leber: 1 – 3 Uhr nachts: Zeit der inneren Reinigung – der Körper entgiftet im Schlaf.
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Lunge: 3 – 5 Uhr morgens: Ideal für frische Luft, tiefe Atmung und einen ruhigen Start in den Tag.
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Magen: 7 – 9 Uhr morgens: Jetzt ist die Verdauung auf Hochtouren – ein gutes Frühstück tut besonders gut.
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Herz: 11 – 13 Uhr mittags: Die beste Zeit für Gespräche, Begegnungen und Lebensfreude.
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Nieren: 17 – 19 Uhr abends: Zeit für sanfte Bewegung, Ausklang und Selbstfürsorge​
So können wir unseren Tag mit mehr Achtsamkeit und im Einklang mit unserem inneren Takt gestalten. Wer zum Beispiel immer zur gleichen Zeit Beschwerden hat – etwa Schlafstörungen oder Verdauungsprobleme – findet in der Organuhr oft interessante Hinweise auf mögliche Zusammenhänge.Auch aus westlicher Sicht zeigen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse, dass viele unserer Körperfunktionen tatsächlich einem 24-Stunden-Rhythmus folgen. Die Organuhr der TCM ist also nicht nur ein traditionelles Konzept, sondern auch heute noch ein hilfreicher Wegweiser für ein gesundes, ausgeglichenes Leben